Auf der ganzen Welt: So geben Sie richtig Trinkgeld

Immer wieder fragt man sich: Wie viel Trinkgeld muss man in einem Restaurant zahlen, um nicht als Geizig angesehen zu werden?

Gerade auf Reisen ist das nicht ganz einfach – angefangen mit der Frage: Soll ich überhaupt Trinkgeld geben? Wie viel Trinkgeld ist angemessen? Lieber diskret oder besser offen? Wir haben Antworten.

Klar ist: Jedes Trinkgeld geben Sie freiwillig

Dadurch würdigen Sie überzeugende Arbeit und guten Service. Aber keiner will beim Trinkgeld geben überheblich, protzig oder schlimmstenfalls geizig wirken. Daher gibt es klare Richtlinien, wie viel Trinkgeld wo und für welche Dienstleistungen angebracht ist. In vielen Serviceberufen ist das Trinkgeld im Gehalt mit einberechnet. Für manche Branchen, etwa in Hotels wird ein fixer Betrag erwartet. Bei anderen Leistungen berechnet sich die Höhe in Prozenten je nach Gesamtbetrag der Rechnung.

In den Ferien

Nicht nur Kellner und Kofferträger erwarten in vielen Ferienländern ein Trinkgeld. Vielerorts reicht das niedrige Gehalt in der Tourismusbranche nicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Es muss durch die Grosszügigkeit der Gäste aufgebessert werden. Daher lassen bei Rundreisen auch Busfahrer und Reiseleitung gern mal ein Körbchen für Trinkgelder herumgehen. An der Rezeption und Hotelbar gibt es oft eine sogenannte «Tip-Box» zum Einwerfen der Trinkgelder. Die Höhe des Trinkgeldes bestimmen Sie alleine.

In Japan auf Trinkgeld verzichten

Urlauber sollten besonders in Japan auf Trinkgeld verzichten – Geben als auch Nehmen gelten dort als würdelos. Auch in Vietnam, Malaysia und China ist es eigentlich nicht üblich, aber in touristischen Zentren sind Trinkgelder von etwa 10 Prozent gern gesehen. In Thailand sollte man dem Kellner grundsätzlich mindestens 10 Baht geben: Weniger gilt als unhöflich. In den Emiraten und besonders in Dubai erhebt man generell etwa 15 Prozent Servicegebühr im Restaurant oder im Hotel. In Spanien, Portugal, Frankreich und Italien gelten 5 bis 10 Prozent des Rechnungsbetrags.

Trinkgeld ist Pflicht in den USA

In den vereinigten Staaten sowie in Kanada ist es nicht nur üblich den Service zu belohnen. Es wird sogar erwartet – und zwar mit üppigen 15 bis 20 Prozent. Das Trinkgeld gilt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nämlich als zusätzliche Einnahme für das Servicepersonal. Die Löhne in der Gastronomie Branche sind derart niedrig – der Mindestlohn beträgt gerade mal rund 3 Dollar pro Stunde. Darum ist das Servicepersonal auf diese zusätzlichen Einnahmen angewiesen, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Die offizielle Tourismushomepage von den Vereinigten Staaten hat daher gewisse Faustregeln aufgelistet.

Restaurants: 15 – 20 Prozent
Bar: $ 1 pro Drink, oder 15 – 20 Prozent auf den Rechnungsbetrag
Hotelpage: $ 1 – 2 pro Gepäckstück
Taxifahrer: 10 – 18 Prozent
Zimmermädchen: $ 2 – 5 pro Nacht

Trinkgeld in der Schweiz

Bei uns in der Schweiz ist die Situation eigentlich klar: Seit 1974 muss niemand Trinkgeld geben – es ist im Preis inbegriffen. Die Realität sieht anders aus: Zum Betrag einen Batzen hinzuzufügen gehört zum guten Ton.

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